Magonia (1)

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Titel: Magonia
Autor: Maria D. Headley
Verlag: Heyne>fliegt
Seitenzahl: 360
ISBN: 978-3-453-27017-6
Buch: 16,99€ eBook: 13,99€

 

 

inhalt

Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt sie das Phänomen auf ihre akute Atemnot. Bis jemand auf dem Schiff ihren Namen ruft …

Nur ein Mensch glaubt ihr diese Geschichte: ihr bester Freund Jason, der immer für sie da war, den sie vielleicht sogar liebt. Aber gerade als sie versucht, sich über die neuen tiefen Gefühle zu Jason klarzuwerden, überstürzen sich die Ereignisse. Aza meint zu ersticken – und findet sich plötzlich in Magonia wieder, dem Reich über den Wolken. Dort ist sie das erste Mal in ihrem Leben nicht mehr krank, sondern stark und magisch begabt. In dem heraufziehenden Kampf zwischen Magonia und Azas alter Heimat, der Erde, liegt das Schicksal aller mit einem Mal in Azas Händen …

 

meine meinung

Warnung: Die Rezension beinhaltet Spoiler! Hups, sorry!

Das nenne ich mal was neues. So was wie Magonia habe ich bisher noch nicht in die Finger bekommen und es hat mir sehr gut gefallen! Aza, unsere Hauptprotagonistin, leidet unter einer Lungenkrankheit. Sie kriegt kaum Luft und hat unendlich viele Krankenhausbesuche und Eingriffe hinter sich. Doch dabei bleibt es nicht, nein, so was von nicht.

Also ich muss sagen der erste Drittel hat mir beim Lesen sehr viel Spaß bereitet. Aza Ray ist ein lustiges, sarkastisches Mädchen, dass immer wieder Witze über den Tod reißt, da dieser ihr ständiger Begleiter ist, genauso wie Jason ihr bester Freund. Anfangs schien sie manchmal etwas verbittert zu sein, doch im Laufe des Buches hat sie so einen Sprung hinter sich gelegt und sich Selbstbewusstsein, Kraft und Mut angeeignet. Mir hat es sehr gefallen wie sich entwickelt hat, auch wenn ich nicht jeder ihre Entscheidungen vertreten habe.

Jason, aus dessen Sicht wir auch lesen dürfen, muss damit zurecht kommen, dass Aza nicht mehr da ist, doch er denkt gar nicht daran die Hoffnung aufzugeben. Denn als er ihre Stimme hört und daraufhin einen Gegenstand entdeckt, beginnt seine Suche. In gewissermaßen ist er ein Super-Genie, der zu einem Tabletten schlucken muss und wenn er nervös ist, anfängt Pi aufzuzählen mit all seinen nach Kommastellen. Er hat einfach nicht aufgegeben und daran festgehalten, dass das hier nicht das Ende ist. Anfangs dachte ich, damit macht er sich doch nur kaputt.. doch es stellt sich heraus, dass er eine große spielt, besonders für Aza.

So nun möchte ich gerne über die Dinge schreiben, die innerhalb des Buches passiert sind, also wenn ihr nicht gespoilert werden wollt, dann springt direkt zum letzten Abschnitt und dem Fazit!

Tja, insgesamt habe ich 7 kleine Notizzettel die ich während des Lesens gemacht habe, aber um all dies zu besprechen.. da könnte ich direkt auch einen Roman dazu schreiben. Zu Beginn! Mich hat es so frustriert, dass Jason und Aza jedes Mal unterbrochen wurden, als sie sich küssen wollten! Ich meine, endlich hat er den ersten Schritt gemacht und Aza merkt auch, wie toll es ist, wenn sie sich mehr berühren als nötig. Besonders diese Notiz, die Jason ihr zugesteckt hat. Das war so Jason. Doch genau an diesem Abend wird sie ihm weggenommen, da ihr Milekt in die Lunge fliegt und ja, die Vorstellung hat mich verstört. Kurz danach stirbt sie im Krankenwagen und Eli, Jason und ihr Vater sind mit an Bord. Es war einfach so unglaublich traurig.

“Death is the Santa Claus of the adult world. Except Santa Claus in reverse. The guy who takes all the presents away.”

Doch als sie in Magonia, auf der Amina Pennarum aufgewacht ist, war ich die nächsten Kapitel sehr verwirrt. Da sie und wir als Leser nicht sofort aufgeklärt wurden, fiel es mir schwer alles nachzuvollziehen, was sehr schade ist. Ich denke wegen diesen knapp 70-80 Seiten verliert das Buch bei der Bewertung einen Stern, denn ich konnte einfach nicht verstehen um was es geht, da ihr nicht mal die einfachsten Dinge erklärt wurden. Besonders weil ihr niemand sagt wer die Breath sind und wie sich herausstellt, sind das die Menschen, die in Magonia aufgewachsen sind, was sie sehr gefährlich macht, da sie zu einem sich in Magonia auskennen und nicht ersticken, sobald sie die Erde betreten, wie der Rest der Magonier. Was mich ebenfalls verwirrt hat, war was es mit dem Singen auf sich hatte. Ich meine Aza soll singen, zusammen mit dem Vogel in ihrer Brust, doch natürlich ist sie misstrauisch und weiß nicht mal wie sie es anstellen soll. Ich habe anfangs gedacht, es wäre eine einfache Art der Magie, aber da Aza Ray nach Aussagen aller etwas Besonderes sein soll, kann sie mehr als Übliches zu vollbringen.

Und dazu kommt noch, dass Zal, die Kapitänin ihre Mutter ist und sie als Baby entführt wurde von der Piratin Ley, weil Maganwetar davon erfahren hatte, dass in ihr viel Macht steckte und das schon als Baby. Und Zal, meine Güte, sie hat mich so an die eine Frau vom 13. Distrikt aus die Tribute von Panem erinnert. Sie ist so Machtbesessen und scheint genau zu wissen, was sie will und wie es sie kriegt. Doch die Konsequenzen und Opfer dafür sind ihr völlig egal. Auch wenn es ihr eigenes Fleisch und Blut ist. Und zum einem, dass ihr Herzensvogel, Caru, nicht mehr zu ihr gehört, weil sie wegen vorherigen Geschehen bestraft wurde. Dazu kann sie nicht mehr singen.. und genau deshalb hat sie nach Aza gesucht um sie zu benutzen. Ich habe diese Frau einfach nicht leiden können, schon von Anfang an nicht, da sie mir zu viele Unwahrheiten erzählt hatte.

Und dann gibt es noch Dia. Mensch.. wisst ihr mich was da gestört hat? Okay, es ist in Ordnung, wenn Aza sich mit ihm verbunden fühlt, aber es ist was anderes, wenn sie absichtlich die Gedanken an Jason verdrängt. Was soll das? Sie glaubt in ihn verliebt zu sein, aber sie versucht es nicht mal möglich zu machen! Sie hat sofort den Gedanken aufgegeben und ihre Aufmerksamkeit an Dia gerichtet, der nur ein weiterer Sklave von Zal war, da sie ihn gerettet hatte. Und natürlich ist er ihr für ewig dankbar. Auch wenn Zal für die falschen Dinge einsteht. Eine Rebellion ist eine Sache, aber wenn eine Fanatikerin sie anführt, dass kann nur schief gehen.

Darf ich auch erwähnen wie unglaublich episch die Stellen beschrieben wurden, als Aza endlich angefangen hatte zu singen? Ich meine, sie konnte mit ihren Gesang die Elemente kontrollieren! Wie cool ist das denn! Besonders als sie Milekt verstößt und Caru erwählt, als sie die Flut am Ende des Buches kontrollieren wollen! Es war so schön geschrieben, dass beide sich einander ausgesucht haben und sie eins waren.

“Even people who’ve never seen a miracle can believe in miracles.”

Aber ich hatte mir schon gedacht, dass etwas faul bei dieser Mission war. Ich meine es schien zu einfach zu sein, einfach das Depot zu plündern. Aber ich hatte schon geahnt, dass Zal etwas ausgeheckt hatte. Und da Dia unter ihrem Befehl steht, hat er Aza durch seinen Gesang dazu gezwungen, Zerstörung anzurichten. Das hatte mich. so. wütend. gemacht. Und ich war so Schadens froh, als Zal, Dia und die anderen Magonier gefasst wurden und Jason & Aza sich endlich gefunden hatten. Und es war so unglaublich schön zu sehen, wie Jason die Mauer zwischen den beiden überschreiten konnte, weil Aza sich wegen ihrem neuem Ich sich Sorgen gemacht hat. Ich hab mich so sehr gefreut, als sie sich geküsst hatten und Aza mit ihm nach hause gekommen ist und sie sich ihrer Familie gestellt haben. Mein Herz ist buchstäblich geschmolzen, als ihre Familie sie in die Arme schloss!

Ich kann es kaum erwarten die Fortsetzung zu lesen, da so viel Potential in dieser Reihe steckt und das erste Buch schon so gut umgesetzt wurde! Besonders da ich zuvor noch nichts darüber gelesen habe, dass es Vogel ähnliche Menschen über der Erde leben und auf Schiffen auf den Winden segeln. Ich hab in so kurzer Zeit so viel über Schiffe und ihren Aufbau gelernt, dass ich stolz behaupten kann, jetzt ein Grundwissen zu besitzen.

fazit

Magonia ist so ein schönes und interessantes Buch, und ich lege es jeden ans Herz, der gerne etwas über neue Welten lernen möchte. Wie oft hat man den schon Bücher, die sich mit was neues befassen? Und ich sehe jetzt schon, dass diese Reihe sehr groß werden kann. Zu einem haben wir tolle Charaktere, mit denen ich mich identifizieren kann, die mich zum lachen bringen, aber mit denen ich auch leiden kann, welche die authentisch sind. Aber das Beste an diesen Büchern ist immer noch der Aufbau dieser Welt, in welcher Beziehung Magonia und die Erde zueinander stehen. Das dort keine Menschen leben, sondern Vögel und Vogelartige Menschen, welches Azas wahres Ich ist. Zwar muss man viel auf einmal lernen, aber ich kann euch sagen, es lohnt sich dieses Buch zu lesen! Tut euch den Gefallen!

Und vielen lieben Dank dem Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar! 🙂

4s

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